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Warum Fronleichnam in Hamburg kein Feiertag ist.

An Fronleichnam haben die Hamburger das Nachsehen und können nicht, wie fast der ganze Rest der Republik einen Feiertag genießen. Denn Feiertage sind Ländersache und nur der Tag der Deutschen Einheit ist in ganz Deutschland ein Feiertag.

Doch nicht nur Fronleichnam, sondern noch einige andere Feiertage werden den Hamburgern einfach vorenthalten. Neben den neun deutschlandweiten Feiertagen haben insgesamt elf Bundesländer noch weitere Feiertage – Hamburg fällt da leider nicht drunter und hat, neben Berlin, Bremen, Schleswig Holstein und Niedersachsen die wenigstens Feiertage in Deutschland. Die Bayern hingegen sind mit insgesamt 14 zusätzlichen freien Tagen Spitzenreiter.

Warum ist Fronleichnam kein Feiertag in Hamburg?

Fronleichnam ist in der katholischen Kirche einer der wichtigsten Feiertage im Jahr, hat aber auch gleichzeitig den merkwürdigsten Namen aller Feiertage. Fronleichnam wird daher in vielen Bundesländern verspottet und wird nicht selten „Happy Kadaver“ genannt. Dabei stammt das Wort aus dem Mittelhochdeutschen und setzt sich aus vron, was Herr bedeutet und lichnam (Leib des Herren) zusammen. Somit bedeutet Fronleichnam praktisch das Fest des Leibes Christi.

Fronleichnam wird jedes Jahr am Donnerstag nach Pfingsten gefeiert und fällt in der Regel zwischen den 21. Mai und 24. Juni. Das Fest des Leibes Christi steht im Zusammenhang mit dem letzten Abendmahl. Hier hat Jesus seinen Jüngern, laut der katholischen Glaubenslehre, den lebendigen Leib des Herren übergeben. Dies geschah in Form von Brot und Wein. Während das Brot den Leib symbolisierte, stand der Wein für das Blut.

Fronleichnam wird vor allem in den sehr katholischen Regionen gefeiert bzw. ist dort ein Feiertag. Auch wenn dieses Hochfest in Hamburg kein Feiertag ist, wird es doch in den katholischen Gemeinden gefeiert.

Welche Feiertage werden den Hamburgern noch vorenthalten?

Leider gibt es noch einige Feiertage mehr, die den Hamburgern nicht zustehen. So zum Beispiel die Heiligen Drei Könige, die allerdings nur noch in Bayern, Baden-Würtemberg und Sachsen-Anhalt als Feiertag am 6. Januar gelten.

Weiterhin ist am 15. August in Bayern und im Saarland Mariä Himmelfahrt. Bei dieser Marienverehrung wird gefeiert, dass Christus seine heilige Mutter in den Himmel gerufen hat.

Auch der Reformationstag am 31. Oktober ist kein Feiertag in Hamburg. Er wird lediglich in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt gefeiert.
Allerheiligen, das am 1. November begangen wird, ist ebenfalls nur in sehr katholischen Regionen ein Feiertag. Hierzu zählen Rheinland-Pfalz, Baden-Würtemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und das Saarland.

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Zu guter Letzt gibt es noch den Buß- und Bettag, der am 23. November stattfindet. Dieser wird nur noch in Sachsen gefeiert und ist ein evangelischer Feiertag. Er war vor Jahren noch in zahlreichen Bundesländern als Feiertag ausgerufen, wurde aber nach und nach abgeschafft.

Leider müssen die Hamburger damit leben, dass sie zu den Bundesländern gehören, die die wenigsten Feiertage in Deutschland haben – dennoch sollte man sich vor Augen führen, dass wir in Deutschland mit zahlreichen Urlaubstagen gesegnet sind. Andere europäische und nichteuropäische Länder haben deutlich weniger Urlaubstage für ihre Angestellten zu verzeichnen. Also sind wir zufrieden, mit dem was wir haben, und machen das Beste daraus.

Und auch mit nur wenigen Feiertagen: feiern kann man in Hamburg an jedem Tag!

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